Wie alles begann
Woher die Hethiter kamen
Das Alte Reich
Wie der hethitische
Staat entstand
Erlasse König Telipinus
Mittleres Reich
Neues Reich
Entstehung eines
Großreiches unter Suppiluiluma I.
Konsolidierung und Machterhalt unter
Mursili II. (um 1300 v.Chr.)
Die Schlacht von Kadesch
Hattusili II. und der Ausgleich mit
Ägypten
Sicherung des Erreichten unter Tudhalija
III.
Suppiliuliuma II. und das Ende des Hethischen
Reiches
Anhang
Leseempfehlungen
Zeittafel
Anmerkungen
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16. Jh. v.Chr. (111 Kb)
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15.-14. Jh. v.Chr. (118 Kb)
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13. Jh. v.Chr. (119 Kb)
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Wie alles begann |
Wer kennt heute schon die Hethiter?
Von Ägyptern, Babylonier oder Assyrern hat jeder schon irgendwie gehört,
aber Hethiter?
Wer sind die Hethiter, wo kommen sie her und wieso sind sie so unbekannt?
Sprechen wir heute von "Hethitern", so ist damit die Bevölkerung des 2. Jahrtausends v.Chr. in Anatolien gemeint.
Das Wort Hethiter haben wir Martin Luther zu verdanken. Er übersetzte die "Chittim" aus dem Alten Testament als Hethiter und gab damit den Namen vor.
Die Hethiter gehören eigentlich in die Rubrik "Vergessene Völker". Schon Herodot, der griechische Historiker aus dem 5.Jh. v. Chr. wußte kaum mehr etwas über sie. Und danach gerieten sie völlig in Vergessenheit. Nur in der Bibel hielt sich der Name. Er bezeichnete eine unbedeutende Volksgruppe im Raum Syrien.
Über 2000 Jahre dauerte dieser Schlummer der Geschichte. Erst im Laufe des 19.Jh. tat sich etwas. 1834 entdeckte der Franzose Charles Texier eher zufällig die Ruinen der vergessenen Hauptstadt Hattusa. Er wusste noch nicht welchen Schatz er entdeckt hatte. Das Wissen über die Hethiter war schon lange verloren gegangen. Weitere 50 Jahre vergingen: es wurden viele archäologische Entdeckungen gemacht, aber keiner wusste so recht, wem sie zuzuordnen waren. Erst 1874 gelang es endlich 2 britischen Wissenschaftlern (Wright und Sayce) die richtigen Verbindungen aus den vielen Funden zu ziehen: Die Archäologie der Zeit hatte eine neue Sensation zu vermelden: Das komplett vergessene Volk der Hethtier war wiederentdeckt.
Die Stunde der Archäologen war gekommen, wenn auch mit 30 jähriger Verspätung. Viele Grabung am Ende des 19. Jh. brachten kleine Fragmente zu Tage. Aber erst 1906 gelang der Durchbruch: Hugo Winckler führte die erste große Grabung am richtigen Ort durch: Eine riesige Menge an Tontafel, dem Papier der damaligen Zeit wurde gefunden. Man konnte sie aber noch nicht lesen. Einzelne Name waren bekannt. Es war klar, hier war die Hauptstadt des hethitischen Reiches gefunden worden.
Ein Wettlauf begann: wer enträtselte die Schrift der Hethiter als erster. Das Hethitische gehört zu den letzten unbekannten Schriften. Es war vielleicht die letzte Möglichkeit für Sprachwissenschaftler, sich ein Stück Unsterblichkeit zu verschaffen. Jeder beteiligte sich daran. 1915 war es endlich soweit: der Tscheche Bedrich Hrozny legte die erste überzeugende Entschlüsselung der hethitischen Spache vor. Eine neue Wissenschaft war geboren: die Hethitologie.
Die wichtigsten Quellen für die hethitische Geschichte sind die Tausende
von Tontäfelchen, die ab 1906 in Hattusa entdeckte wurde. Sie sind in Keilschrift
geschrieben worden, die die Hethiter aus Mesopotamien übernommen hatten.
Ab 1915 konnte man sie auch lesen und verstehen.
Weitere Quellen zur Geschichte der Hethiter sind Hieroglyphen aus Ägypten
und andere Keilschriften aus Assur, Ugarit und Emar (Syrien)
Schrift und Sprache waren entdeckt! Die Reise durch die Zeit der Hethiter kann beginnen.
Woher die Hethiter kamen |
Kein Volk ist einfach schon da, jeder ist irgendwann einmal eingewandert. Wir wissen über diese Einwanderung nur sehr wenig. Sie liegt im Dunkel der Geschichte und ist voller Geheimnisse. Eines ist aber heute klar: die Hethiter waren Indogermanen, die aus dem Osten kamen.
Es gab im 3. Jahrtausend v.Chr. viele verschiedenene kleinere Fürstentümer in Anatolien. Diese Region war für viele Völker Durchzugsgebiet. So kamen im Laufe der Zeit auch Indogermanen aus dem nördlichen Schwarzmeerraum vorbei und ließen sich hier nieder. Manche Wissenschaftler meinen, daß es sich hierbei um die späteren Hethiter handeln könnte. Wie dem auch sei: irgendwann waren die Hethiter da.
Am Anfang des 2. Jahrtausend v.Chr. lüftet sich der Schleier der Geschichte ein wenig. In Texten aus dem alten Assyrien tauchen erstmals indoeuropäische Namen auf, die wir heute den Hethitern zurechnen. Einige dieser Neueinwanderer machten schnell Karriere. Sie errangen hohe Ämter am Hofe bei den einheimischen Fürsten der Hatti in Anatolien. Von diesen übernahmen sie auch den Namen: Hatti - Hethiter.
Aus den Einwanderern und Dienern wurden langsam Einwohner und Herren Hattis. Dieser Übergang läßt sich nicht genau festlegen. Wir wissen aber, daß er spätestens im 17. Jh.v.Chr. abgeschlossen war.
Das Alte Reich |
Wie der hethitische Staat entstand |
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Bronzezeitlicher Hirsch aus Alacahöyük
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Der legendäre Staatsgründer hieß Labarna. Er war nur ein kleiner
König in Anatolien und lebte in Hattusa. Aber er änderte vor seinen
politischen Taten seinen Namen und dies war auch sein Programm: Labarna nahm
als neuen Namen Hattusili an. Das bedeutet "der von Hattusa". Er ging
als Hattusili I. (1565-1540 v.Chr.) in die Geschichte ein - als der Gründer
des "Alten Reiches"1.
Was aber wollte Hattusili? Wie viele Kleinkönige träumte er sicher auch von einem "großen Reich". Im Gegensatz zu anderen, gelang ihm dies. Warum? Er selbst hat als Antwort die Götter angeführt. Genauer: der höchste Gott der Hethiter- der Wettergott - führte Hattusili persönlich über den Taurus, um diese Gebiete zu erobern.
Zunächst überrannte Hattusili viele Ort im zentralen Anatolien. Dann ging es - sozusagen Hand in Hand mit dem Wettergott - über den Taurus nach Süden.
Hattusili eroberte Aleppo (Halab) und nahm die Statue des dortigen Wettergottes mit nach Hattusa. Damit konnte er sich "großer König" nennen.
An diesem Beispiel sieht man gut, wie die Hethitern mit "eroberten Göttern" umgingen. Um die Macht der eigenen Götter zu zeigen, wurden die eroberten Götter nach Hattusa gebracht. Dort nahm man sie in den Pantheon der Götter auf. Deshalb werden die Hethiter heute gerne als "Volk der 1000 Götter" bezeichnet.
Doch zurück zu den Eroberungen Hattusilis. Bis zur Eroberung Aleppos kämpfte der hethitische König nur gegen andere Kleinkönige. Richtig schwierig sollte es dann im Raum Südostanatolien / Nordsyrien werden. Hier lebte das kriegerische Volk der Hurriter, die nicht so einfach überrannt werden konnte. Hattusilis führte viele Kriegszüge gegen die Hurriter, er konnte sie aber nicht erobert. Die Möglichkeiten seines kleinen Reiches waren erschöpft. Also gab Hattusili seine Eroberungen auf und sicherte damit das Erreichte, das sich durchaus sehen lassen konnte: es gab eine neue Großmacht im zentralen Anatolien: die Hethtiter.
Hattusili bestimmte Mursili (I.) zu seinem Nachfolger. Der ersehnte sich nichts anderes, als die Eroberungen seines Vorgängers fortzusetzen. Das gelang ihm in eindrucksvoller Weise. Mursili eroberte in den wenigen Jahren seiner Herrschaft (1540-1530 v.Chr.) nicht nur Nordsyrien, sondern auch das weit entfernte Babylon. Die Eroberung Babylons war wahrscheinlich gar nicht geplant. So kühn konnte der Herrscher eines so kleinen Volkes gar nicht sein. Aber die Gelegenheit war günstig. Die Nachfolger Hammurabis hatten Babylon derart wirtschaftlich und militärisch heruntergewirtschaftet, daß es den Hethiter ein Leichtes war, die ruhmreiche Stadt zu erobern.
Die Freude über diese geschichtsträchtige Tat war nur kurz. Mursili konnte Babylon nur kurz halten. Es kam zu einer Verschwörung gegen ihn. Mursili starb auf dem Höhepunkt seines Ruhmes durch Verrat aus der eigenen Familie.
Nach Mursilis Ermordung herrschte das absolute Chaos in Hattusa. Blutige Kämpfe innerhalb der königlichen Familie legten den jungen Staat lahm. Manche Eroberungen, wie Babylon, gingen verloren - für immer! Der Grund für diese mörderischen Zustände war: es gab nur eine anerkannte Thronfolgeregelung: der Stärkere setzt sich durch.
Das änderte sich erst mit der Thronbesteigung durch König Telipinu (um 1500 v.Chr.).
Erlasse König Telipinus |
Um sich vor Attentaten aus den eigenen Reihen besser zu schützen, versuchte König Telipinu die Thronfolge besser zu regeln. Dreh- und Angelpunkt ist die Versammlung der höchsten Adeligen (panku), die ganz besondere Aufgaben bekam.
Neben einer klaren Thronfolgeregelung wird, wurde mit dem panku ein Kontrollinstrument
außerhalb der Königssippe geschaffen, die sich diesem sogar - im
begrenzten Rahmen der Thronfolge - zu unterwerfen hatte.
Die Telipinu-Erlasse enthielten ferner:
Mittleres Reich |
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Palastanlage von Hattusa
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Das Mittlere Reich ist eine Zeit des Niedergangs.
Nach der traditionellen Geschichtsschreibung beginnt das Mittlere Reich der
Hethiter nach König Telipinu (um 1500 v.Chr.). Diese Epoche fängt
mit einem außenpolitischen Rückzug an, bedingt durch innenpolitische
Machtkämpfe. Die Könige waren so mit dem Erhalt ihres Königtums
beschäftigt, daß z.B. der junge Staat Mitanni über den Euphrat
nach Nordsyrien vorstoßen konnte.
Ebenfalls an Nordsyrien interessiert, zeigten sich die Ägypter unter Thutmosis
III.
Die Auseinandersetzungen endeten mit dem Verlust des hethitischen Einflusses.
Großkönig Tuthalija I. (um 1420 v.Chr.) hatte sich wieder mal um die Kaskäer zu kümmern. Diese siedelten in den Bergregionen im Norden und Nordosten Hattusas. Vor allem zur Erntezeit fielen sie plündernd in die Stammlande ein. Schnelle Einfälle und schneller Rückzug in die Berge waren ihre Taktik. Praktisch alle Großkönige mussten gegen sie kämpfen. Keiner konnte sie besiegen. Im Gegenteil: die Kaskäer gehören zu den Erben der Hethiter nach deren "Untergang".
Tuthalija versuchte trotzdem die Macht des alten Hethiterreiches wiederherzustellen.
Inschriften und Texte belegen Feldzüge in das Land Assuwa (Westküste
der heutigen Türkei) und nach Nordmesopotamien.
Mit dem Reich Kizzuwatna (heutige südliche Türkei) schloß er
einen Vertrag, aus dem der langsam wiederkehrende Einfluß Hattusas in
Nordsyrien herauszulesen ist.
Trotz aller außenpolitischen Erfolge Tuthalijas beschränkte sich
sein Einfluß auf Zentralanatolien. Dies blieb auch unter seinen Nachfolgern
bis Suppiluliuma so. Immer wieder ist von Rebellionen gegen Hattusa bzw. von
Einfällen und Plünderungen der Käskäer die Rede. Lokale
Fürsten machten sich quasi unabhängig.
Hattusa mußte ständig seinen Anspruch auf Herrschaft in Anatolien
beweisen.
Neues Reich |
Mit dem Regierungsantritt Suppiliulumas (um 1355 v.Chr.) beginnt eine neue Phase der hethitischen Geschichte, die sich vom Älteren und Mittleren Reich unterscheidet.
Entstehung eines Großreiches unter Suppiliuluma I. |
Zunächst hatte Suppiliuluma sich jedoch mit den gleichen Problemen herumzuschlagen, wie seine Vorgänger: Sicherung seiner Macht, Zurückwerfen der Kaskäer im Norden. Als er beides erreicht hatte, konnte er sich um sein eigentliches Ziel kümmern: die Hethiter sollen Großmacht werden..
Es gab zu dieser Zeit im Vorderen Orient im wesentlichen 2 Großmächte: Ägypten und Mitanni. Ägyptens Herrschaft reichte bis nach Syrien hinein, wo es auf die westlichen Grenzen des Mitannireiches traf. Dieser nordsyrische-obermesopotamische Raum hatte sich im 2. Jt. v.Chr. zur wichtigsten Kontaktzone zwischen dem Vorderen Orient und dem östlichen griechischen Mittelmeerraum entwickelt. Hier wurde viel Geld durch Handel umgesetzt.
In Mitanni herrschte König Tuschratta über den gesamten "Fruchtbaren Halbmond", also von der Mündung des Orontes bis zum Tigris. Er suchte den diplomatischen Ausgleich mit Ägypten, weil sein Reich an vielen Stellen bedroht wurde: im Süden versuchte das Land Assur seine Unabhängigkeit von Mitanni zu erlangen, im Norden schienen die Hetither ihre innere Krise überwunden zu haben und sich in Richtung Mitanni umschauen zu wollen.
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Rekonstruktion Königsburg von Hattuscha
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Nachdem Suppiliuluma sein Reich geordnet hatte, begann er mit einem beeindruckenden
Marsch nach Süden und Osten. Er zog über den Taurus zum oberen Euphrat
nach Mitanni bis zur Hauptstadt Wasukkanni. Jeden Kampf vermeidend marschierte
er nach Süden und Westen - nach Aleppo in das Land Mukis (Nordsyrien).
Hier empfing er die Unterwerfung des Königs von Ugarit. Ugarit war eine
der wichtigsten Hafenstädte des östlichen Mittelmeeres, ein zentraler
Umschlagplatz für Waren aus Ägypten, Zypern und dem Ägäisraum.
Hier wurde sehr viel Geld umgesetzt. Mit dieser Stadt unterzeichnete Suppiliuluma
einen Vasallenvertrag, der typisch für seine Herrschaft werden sollte und
mit zu seinem Erfolg beitrug: Hatti bot Schutz und erhielt dafür Treue
und Tribute.Dann ging es weiter zur letzten Station: Kadesch (Qades), das zu
dieser Zeit ägyptisch war. Weiter nach Süden zog Suppililuma aber
nicht. Er betonte, daß er nicht gegen Ägypten, sondern nur gegen
Mitanni kämpfte.
König Tuschratta von Mitanni vermied aber jeden Kampf mit den Hethitern.
Als marschierte Suppiliuluma zurück nach Hattuscha. Der Sinn des ganzen
Unternehmens war es wohl zu zeigen: "Wir sind wieder da". Die Einnahme
Mitannis vollzog sich auf friedliche Weise:
Im folgenden Jahr traf aus Mitanni die Nachricht ein, daß König Tuschratta einem Attentat zum Opfer gefallen sei. Sein Sohn und Nachfolger Sattiwaza soll, so will es die hethitische Überlieferung, sich Suppiliuluma am Fluß Kizil Irmak vor die Füße geworfen haben. Damit war das Mitannireich unterworfen. Suppiliuluma konnte sich als Beschützer darstellen.
Ägypten hatte nach den Kämpfen um Kadesch Truppen dort hingeschickt, um die Region wieder eindeutig unter ägyptische Hoheit zu stellen. Suppiluiluma konnte dies, aus seiner Sicht, nicht hinnehmen. Geschickt wartete er ab, bis Ägypten eine Schwäche zeigt. Nach dem Tod Pharao Tutanchamun kam es in Ägypten zu inneren Machtkämpfen.
Als Suppiluiluma vor Karkamis stand, erhielt er völlig überraschend einen Brief von der Witwe des verstorbenen Pharaos. Darin bot sie ihm an, einen seiner Söhne zu heiraten und diesen damit zum Pharao zu machen.
Sie schrieb u.a.: "Mein Gemahl ist gestorben und ich habe keinen Sohn. Die Leute sagen, daß du viele Söhne hast. Wenn du mir einen deiner Söhne sendest, könnte er meine Gatte werden. Niemals werde ich einen meiner Diener zum Gatten nehmen."
Suppiluiluma war mißtrauisch und verlangte von der Königin eine Bestätigung des ersten Briefes. Empört über dieses Mißtrauen, erklärte sie erneut, einen seiner Söhne heiraten zu wollen. Nach zähen Verhandlungen willigte Suppiluiluma schließlich ein, seinen Sohn Zannanza nach Ägypten zu schicken. Aber er hatte zu lange gezögert. Diese außenpolitisch so bedeutsame Verbindung zwischen beiden Großmächten kam nicht zustande. Als Zannaza in Ägypten eintraf, war der vakante Königsthron schon besetzt. Der Machtkampf um den Thron, der Anlaß für das Angebot der Königswitwe war, war bereits zu Gunsten von Eje entschieden.
Statt den hethitischen Prinzen wieder nach Hause zu schicken, behielt Eja ihn in Ägypten, wo er alsbald verstarb. Suppiluiluma erklärte daraufhin Ägypten den Krieg, da er Eje für den Tod seines Sohnes verantwortlich machte, auch wenn es keine Beweise dafür gab.
Nach dem Tod seines Sohnes Zannanza eroberte Suppiluliuma das Reich Mitanni
vollständig. Von Gegenwehr gab es keine Spur. Warum? Nach dem Tod des Königs
von Mitanni, Tuschratta, strebte dessen ehrgeiziger Sohn Sattiwazza nach diesem
Thron.
Sattiwazza wurde Verbündeter und Vasall des hethitischen Großkönigs.
Er erhielt dafür den Titel eines Königs von Mitanni, der aber nichts
mehr wert war: Mitanni hat seine Unabhängigkeit verloren. Es war zu einem
Teil des Hethiterreich geworden.
Eroberungen sind eine Sache, aber wie konnte Suppiluliuma diese Ländereien
auf Dauer sichern?
Suppiluliuma benutzte dazu ohne Skrupel seine Verwandtschaft, um die Länder
südlich des Taurus zu beherrschen. Sein Sohn Pijasili wurde König
von Karkamissa, ein weiterer Sohn regierte in der Stadt Halpa.
Das wichtigste Herrschaftsinstrument für Suppiluliuma waren aber Verträge:
Viele Städte (wie Ugarit) oder Regionen (wie Amurru, das Land der biblischen
Amoriter) wurden durch Vasallenverträge gefesselt. Der Inhalt dieser Verträge
war ganz einfach: Suppiluliuma verzichtete auf Plünderung, sorgte für
Ruhe und Ordnung sowie für Schutz gegen anderere Eroberer. Im Gegenzug
unterwarfen sich die Städte der hethitischen Oberherrschaft. Außerdem
floss reichlich Gold, Gewürze und andere Rohstoffe als Tribute nach Hattusa
Mit einem Trick sorgte Suppiluliuma sehr schnell für Ruhe in den eroberten
Gebieten: er setzte einen willigen Angehörigen der Herrscherfamilie als
Marionette ein.
Mit der Eroberung Syriens und Mitannis war aus dem hethitischen Reich eine Großmacht geworden. Suppiluliuma stand damit auf einer Stufe mit den Pharaonen Ägyptens und den Königen von Babylon und Assur. Sein Traum von einem hethitischen Großreich ist damit wahr geworden.
Katastrophen am Ende der Regierungszeit Suppiluliumas
Die häufige Abwesenheit Suppiluliumas von Hattusa, nutzten die Kaskäer
hemmungslos aus. Plündernd und mordend fielen sie in die nördlichen
Gebiete des Reiches ein. Suppiluliuma konnte diesmal nichts dagegen tun. Eine
andere Katastrophe suche sein Reich heim: die Pest, genauer: die Beulenpest.
Suppiluliuma und sein Heer hatten die Beulenpest von Syrien ins eigene Reich
eingeschleppt. Viele Tausende starben eines qualvollen Todes. Der schwarze Tod
wütete in allen Gesellschaftsschichten und drohte alles zu zerstören,
was Suppiluliuma aufgebaut hatte.
Die Katastrophe erreichte für den hethitischen Großkönig ihren
Höhepunkt als sein Sohn und Nachfolger Arnuwanda der Pest zum Opfer fiel.
Damit war das Reich ohne regulären Thronfolger. Vielleicht hätte man
mit diesem Schicksalsschlag noch fertig werden können. Doch dann geriet
der mächtige Staat ins Wanken: Suppiluliuma selbst starb den Pesttod.
Das hethitische Großreich, mächtig und scheinbar unbesiegbar, war
damit führungslos geworden. Düstere Zeiten bahnten sich für die
Hethiter an.
Konsolidierung und Machterhalt unter Mursili II. (um 1300 v.Chr.) |
Mursili II. war noch jung an Jahren und Erfahrung, als er hethitischer Großkönig wurde. Er hatte Glück, daß das Herrschaftssystem Suppililiumas, vor allem in Syrien, so stabil war, das es die Unruhen nach dem Pesttod Suppiluliumas unbeschadet überstand.
Zunächst jedoch mußte sich Mursili um den Erhalt seiner Macht in Anatolien kümmern. Dies bedeutete im Einzelnen:
Erst nachdem die Kernlande wieder fest in der Hand des Großkönigs waren, konnte er sich den südlichen Regionen zuwenden. Zwei mächtige Reiche trafen im syrischen Raum aufeinander.
Der Status quo war wiederhergestellt. Syrien war mehr oder weniger fest in hethitischer Hand. Die große Veränderung kam mit dem Tod Pijasilis, des Königs von Karkamis.
Auch die beiden syrischen Fürstentümern Ugarit und Amurru wurden mit Verträgen in das hethische Großreich aufgenommen.
Damit waren die Eroberung Mursilis im syrischen Raum abgeschlossen. Ein wesentlicher Grund für diese Eroberungen waren die reichen Erträge dieser Region. Landwirtschaft, Handel und Spezialwirtschaft (wie z.B. die Purpurproduktion) machten Syrien zu einem wirtschaftlich reichen Land und damit auch jeden, der es kontrollierte.
Das Aufeinanderprallen zweier Großmächte: Die Schlacht von Kadesch |
Als Mursili um 1290 v.Chr. starb, gab es ausnahmweise keinen Machtkampf um die Nachfolge. Prinz Muwatalli II. übernahm ohne Problem den Thron von seinem Vater.
Ungewöhnlich, und deshalb für die Quellen berichtenswert, war das gute Verhältnis Muwatallis zu seinem begabten Bruder Hattusili, der als Truppenführer und Statthalter in der ständig unruhigen Nordprovinz diente.
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Zwei stierförmige Kultgefäße
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Wir wissen sehr wenig über die Herrschaft Muwatillis. Dies hängt sicher auch mit der Verlegung der Hauptstadt des Hethiterreiches von Hattussa nach Tarhuntassa im Süden zusammmen. Vielleicht wollte Muwatilli näher an dem reichen Syrien sein, um schneller auf Veränderungen reagieren zu können.
Auf jeden Fall gab es keine Unruhen in den Provinzen, als Muwatilli Großkönig würde. Im Gegenteil. Im Westen Kleinasiens fand Muwatilli Unterstützung eines gewissen Alexanders von Wilusa, mit dem er den mittlerweile üblichen Unterwerfungs- und Schutzvertrag unterschrieb. Interessant: als mögliche Bedrohung des Großkönigs wurden die Länder Ägypten, Babylon und Assur genannt. Allein mit Ägypten fehlte noch eine "Einigung" über die südsyrische Region. Es mußte noch geklärt werden, wer die vorherrschende Macht in dieser Region war. Und dazu eignete sich das immer umstrittene Kadesch.
Auf den Wänden ägyptischer Tempel in Luxur, Abu Simbel und Abydos
kann man heute noch die Reliefs der Pharaonen bewundern, die die Schlacht von
Kadesch als großartigen Sieg Ramses II. gegenüber den Hethiterkönig
Muwatalli darstellen. Das Verblüffende ist: diese Darstellung hat sich
in den Köpfen der Menschen bis heute erhalten, während die historische
Wahrheit anders aussieht:
Der Sieger war nicht Ramses, sondern Muwatalli. (näheres dazu, siehe: Die
Schlacht von Kadesch von Judith Mathes).
Mit diesem Sieg des hethitischen Königs war das umstrittene Land Amurru wieder eindeutig in hethitischer Hand. Auch spätere Versuche Ägyptens an dieser Grenze etwas zu ändern scheiterten. Zu einem Frieden zwischen beiden Ländern kam es erst 20 Jahre später. Ein Grund für die Bereitschaft zur Aussöhnung und Annäherung waren die bevorstehenden Kämpfe gegen das neu erstandene Assur.
Die Assyrer hatten sich aus der Herrschaft von Mitanni befreit. Sie traten sogar zum Teil deren Nachfolge an und herrschten nun über Teile des alten Reiches Mitanni. Der größere Teil eroberten die Hethiter. Sie bedienten sich des neuen Reiches Mitanni als halbselbständiger Pufferstatt zwischen Hatti und Assur.
Hattusili II. und der Ausgleich mit Ägypten |
Nach Muwatallis Tod herrschte für wenige Jahre dessen Sohn Urhitesub über das Hethitische Großreich.
Schon bald kam es jedoch zu einem Aufstand in der Königsfamilie. Um das Jahr 1265 v.Chr. wurde Urhitesub von seinem Onkel Hattusili abgesetzt und ins Exil nach Syrien geschickt. Der Abgesetzte hatte noch Glück, er war am Leben. Meistens endete ein Thronsturz mit dem Tod des Gestützten..
Hattusili war zum Zeitpunkt seines Thronraubes sehr erfahren in Politik und Kriegskunst. Er fuhrte seine Macht auf das Wohlwollen der Göttin Istar zurück, in deren Dienste er schon als Kind gegeben worden war. Gerade weil sein Regierungsantritt unrechtmäßig war, legte er größten Wert darauf, seinen kultischen und diplomatischen Verpflichtungen umfassend nachzukommen. Dabei stand ihm seine Gattin Puduhepa zur Seite, die als Großkönigin aktiv in die Politik und das Kultusgeschehen eingriff.
Das Ausgreifen Assyriens nach Syrien machte Hattusili klar, daß ein Zweifrontenkrieg drohte: gegen Assur und gegen Ägypten. Um das zu verhindern brauchte er Frieden mit Ägypten. Dort herrschte immer noch Ramses II. Es war das Ziel Hattusilis, den seit 20 Jahren andauernden Kriegszustand mit Ägypten zu beenden. Da Ramses ebenfalls dazu bereit war, kam es sehr schnell zu dem berühmten Friedensvertrag, der auf Tontafeln in Akkadisch3 (der damaligen Diplomatensprache) festgehalten wurden. Abschriften in Hieroglyphen bestätigen den Vertrag von ägyptischer Seite. Das Original war auf einer silbernen Tafel geschrieben, ist aber nicht mehr erhalten.
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Friedensvertrag in Hieroglyphen
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Friedensvertrag in Keilschrift
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Bei diesem Staatsvertrag handelt es sich um den ersten bekannten "internationalen" Friedensvertrag in der Geschichte der Menschheit. Er wurde in Abschriften in Hattuscha und auf Stelen des Ramses in Karnak gefunden. Damit ist sein genauer Wortlaut bekannt und aus zwei unterschiedlichen Quellen verbürgt.
Der
Vertrag wurde dann mit einer Liste von Schwürgöttern abgeschlossen.
Interessant ist, daß die Großkönigin Puduhepa in den Abschluß
des Vertrages einbezogen wurde. Das Siegel Hattusilis (auf der Silbertafel)
zeigt ihn mit seiner Frau, die von ihren Schutzgöttern (dem Wettergott
und der Sonnengöttin von Arinna) umarmt werden.
Besiegelt wurde dieser Vertrag mit einer Heirat. Aber die Verhandlungen darüber dauerte 13 Jahre. Er dann heiratete eine Tochter Hattusilis den ägyptischen Pharao Ramses II.
Für Hattusili war dieser Friedensvertrag der Höhepunkt seiner Herrschaft. Warum? Er hatte dem mächtigsten Reich seiner Welt die Stirn geboten, sie besiegt und ihr einen guten Friedensvertrag abgerungen. Der Vertrag hatte aber auch einige ganz konkrete Auswirkungen:
Sicherung des Erreichten unter Tudhalija III. |
Nachdem Hattusili internationale Erfolge, wie kein anderer hethitischer Großkönig, errungen hatte, galt es nun das Erreichte sicher an einen Nachfolger zu übergeben.
Tudhalija, ein Sohn Hattusilis und Puduhepas, wurde systematisch als Nachfolger Hattusilis aufgebaut. Da er aber nicht Erstgeborener war, setzte Hattusilis persönlich seinen ältesten Sohn ab und Tudhalija ein. Es folgte Ausbildung und Einsatz als Regent von Hakmissa, als Priester des Wettergottes von Nerik sowie als Oberster der Leibgarde des König. Militärisch führte Tudhalija mehrere Kriege gegen die stets unruhigen Kaskäer im Norden.
Demgemäß verlief die Übernahme der Herrschaft von Hattusili auf Tudhalija reibungslos. Das Reich war fest in der Hand des Großkönigs, viele Vasallen verhielten sich abwartend, ohne das es zu Aufständen kam.
Von entscheidender Bedeutung dabei war das Verhältnis zu den beiden wichtigsten Vizekönigtümern im Reich: zu Tarhuntassa und Karkamis. Mit beiden Ländern würde ein Staatsvertrag abgeschlossen, worin die genauen Grenzen festgelegt und beiden Vizekönigen den gleichen hohen Rang zugebilligt wurde. Karkamis und Tarhuntassa waren damit gleichberechtige Teilreiche des großhethitischen Reiches geworden.
Die außenpolitische Lage Hattusas blieb stabil: der Frieden mit Ägypten hielt, die Auseinandersetzungen mit Assyriens König Salmanassar blieben lokal begrenzt. Interessantes Detail: in einem Vasallenvertrag mit dem König von Amurru verfügte Tudhalija über das erste bekannte Handelsembargo. Dieses richtete sich gegen den Nachfolger Salmanssars: König Tukulti-Ninurta I.
"Es soll also dein Kaufmann nicht in das Land Assur hineingehen, aber den assyrischen Kaufmann sollst du nicht in dein Land hineinlassen. Er soll auch nicht durch dein Land ziehen. Wenn er dennoch in dein Land hineinkommt, so nehme ihn gefangen und schenke ihn mir."
Einige Unternehmungen Tudhalijas:
Trotz dieser Erfolge brachen ab ca. 1223 v.Chr. unruhige Zeiten für Tudhalija an. König Tukulti-Ninurta I. von Assyrien eroberte Babylon. Diese Unruhe nutzte der abgesetzte Vizekönig von Tarhuntassa, Kurunta, um einen Staatsstreich gegen Tudhalija zu machen. Der Umsturzversuch war erfolgreich, obwohl er sich nur für ca. 1 Jahr als Großkönig halten konnte, bevor Tudhalija ihn wieder absetzte.
Tudhalija suchte anschließend die Auseinandersetzung mit Assyrien und verlor. Das Königreich Isuwa ging an Assyrien.
Tudhalija starb um 1215 v.Chr. und hinterließ sein Reich Arnuwanda III., der aber 1 Jahr später starb.
Suppiliuliuma II. und das Ende des Hethischen Reiches |
Der letzte uns bekannte Herrscher des Hethtitischen Reiches, Suppiluiluma II., konnte noch einige militärische Erfolge erringen. Seine Truppen kämpften erfolgreich im Südwesten und Süden Anatoliens. Aber auch er konnte das schleichende Ende des Reiches nicht aufhalten.
Die Hethiter hatte 2 grundsätzliche Probleme: 1. es gab zu wenig Nahrungsmittel und 2. eine unbekannte Bedrohung von außen: "Leute die auf dem Schiff leben".
Kurz nach 1200 v.Chr. kam es dann im Hethitischen Reich zum Bruch. Das Reich stürzte in sich zusammen und man weiß bis heute nicht genau voran das lag.
Tatsache war: Hattusa, die langjährige Hauptstadt war eines Tages leer. Niemand mehr da, auch keine Eroberer. Es wurde einfach verlassen, sozusagen besenrein verlassen.
Es gibt sicher innere Gründe für diesen Niedergang:
Dennoch dürfte der Zusammenbruch in einem großeren Zusammenhang stehen. Ende des 13. Jh. v.Chr. kam es zu einer großen Völkerbewegung, die als die "Seevölkerwanderung" in die Geschichte eingegangen sind. Der größte Teil Vorderasiens wurde durch die Zuwanderung neuer Bevölkerungsgruppen erfasst. In Ägypten kam es dabei zu militärischen Auseinandersetzungen.
Die Folgen der großen Völkerwanderung um 1200 v.Chr. sind bis heute nicht genau geklärt. Der Untergang des hethitischen Reiches wird allerdings in der älteren Fachliteratur damit in Zusammenhang gebracht. Neuerdings ist man sich dabei nicht mehr so sicher. Es sieht vielmehr so aus, als verschwanden die Hethiter von der Bühne der Geschichte, ohne daß sie jemand weggedrängt hatte.
Dieser Vorgang war so gründlich, daß der griechische Geschichtsschreiber Herodot von den Hethiter schon gar nichts mehr wusste. Erst 2700 Jahre später "entdeckte" man die Hethiter neu und entriss sie dem Dunkel der Geschichte!!!
*************** Ende ***************
Anhang |
| Herrscher | Datum (vor Christus) |
| Annita (König, Großkönig) | um 1720 |
| Hattusili I. | ca. 1565 - 1540 |
| Mursili I. | ca. 1540 - 1530 |
| Hantili I. | |
| Zidata I. | |
| Ammuna | |
| Huzzija I. | |
| Telibinu | um 1500 |
| Tahuwaili | um 1485 |
| Alluwamna | um 1480 |
| Hantili II. | um 1465 |
| Zidata II. | um 1450 |
| Huzzija II. | um 1440 |
| Muwattalli I. | um 1430 |
| Tudhalija I. | ca. 1420 - 1400 |
| Arnuwanda I. | ca. 1400 - 1375 |
| Tudhalija II. | ca. 1375 - 1355 |
| Suppiluliuma I. | ca. 1355 - 1320 |
| Arnuwanda II. | ca. 1320 - 1318 |
| Mursili II. | ca. 1318 - 1290 |
| Muwatalli II. | ca. 1290 - 1272 |
| Mursili III. (Urhitesuba) | ca. 1272 - 1265 |
| Hattusili II. | ca. 1265 - 1240 |
| Tudhalija III. | ca. 1240 - 1215 |
| Arnuwanda III. | ab ca. 1215 |
| Suppiluliuma II. | bis ca. 1190 |
Chronologie nach "Hethiter und ihr Reich", 2002, ab S.310.
| 1 | Bei allen Jahreszahlen handelt es sich um mehr oder weniger genaue Schätzungen, die man als ungefähre Größenangabe betrachten muß. Denn es kommt immer wieder vor, daß Jahreszahlen, bedingt durch neuere archäologische Funde, geändert werden müssen. |
| 2 | Die ägyptische Chronologie ist, hinsichtlich der 18. Dynastie (1539/0-1292 v.Chr.), uneinheitlich. Im wesentliche gibt es zwei Richtungen: nach Helck und nach Krauss. Im Falle von Haremhab sind die Ansichtigen wie folgt: Helck: 1305-1292 und Krauss: 1319-1292. Wie zu ersehen, richtet sich der Autor nach Krauss. |
| 3 | Bei der akkadischen Sprache handelt es sich um eine Keilschriftsprache, die eine Mischung aus babylonisch und assyrische ist. |
Stand: 22.03.2004