Die Kreuzzüge

 

Themen

1. Die Entstehung der Kreuzzüge
2. Der 1. Kreuzzug, Judenpogrome
3. Die späteren Kreuzzüge
4. Literaturhinweise

 

Vorbemerkungen

Will man die Kreuzzüge verstehen, muß man sich unbedingt das Rittertum anschauen. Hier liegt ein wichtiger Teil zum Verstehen der Kreuzzugsbewegung.

Das Rittertum


1.Die Entstehung der Kreuzzüge

Zur Themenübersicht

 

Konzil von Clermont 1095

Vorgeschichte

Ideologie des "gerechten Krieges"

  • Schon der Kirchenvater Augustinus sprach vom "bellum iustum" = gerechten Krieg. Er meinte damit, daß es richtig sei zu den Waffen zu greifen, wenn es um die Verteidigung oder Wiedererlangung geraubten Gutes geht. Im gesamten Mittelalter betrachtete die Menschen in Europa Jerusalem als christliches Eigentum. In diesem Sinne raubten die muslimischen Seldschuken das christliche Jerusalem.
  • Die christliche Kirche hatte Augustinus Ansicht über den gerechten Krieg mmer vertreten. Da die europaischen Räuber von Kirchengut (Normannen, Sarazenen, Ungarn) immer Ungläubige waren, verband man den Kampf gegen die Heiden mit dem "gerechten Krieg", aus dem bald ein "heiliger Krieg" wurde -> ein Glaubenskrieg.
  • Die Kirche versprach als Lohn für die Kreuznahme einen Ablaß (= Nachlaß zeitlicher, in der Beichte auferlegter Strafen für Sünden). Viele Gläubige meinten aber, daß einem auch die Sünden im Jenseits erlassen werden, wenn sie als Kreuzfahrer Jerusalem befreiten. Die Kirche widersprach ganz bewußt nicht, sie ließ die Menschen in dem falschen Glauben an den Sündennachlaß für das Leben nach dem Tod.
  • Mit dieser Ideologie und diesem Lohn gelang es der Kirche, den Rittern ein neues Betätigungsfeld zu geben. Hier konnten sie ihren Mut erproben und reichen seelischen und materiellen Lohn ernten. Denn: Urban II. versprach den Kreuzrittern, sie könnten das eroberte Land behalten.

Bildhafte Darstellung des Kreuzzugsgedanken: Christus auf dem Weg nach Jerusalem, gefolgt von seinen Rittern. 14.Jh. British Museum, London.

Wirtschaftliche Hintergründe

Fazit:

Die Motivation für die Kreuzzüge waren sowohl religiöser als auch wirtschaftlicher Art.

 

2. Der 1. Kreuzzug, Judenpogrome

Zur Themenübersicht

 

Hauptbeteiligte

Exkurs: Situation der Juden im Hochmittelalter:

  • Viele Juden arbeiteten vor allem im Fernhandel und in den Bankgeschäften. Da den Christen das Nehmen von Zinsen verboten war, fanden die Juden hier ein weites, oft einziges Betätigungsfeld. Außerdem waren sie im Bereich der Medizin führend (Verbindungen zu anderen Juden nach Spanien und Arabien).
  • In Westeuropa waren sie bislang nie ernsthaft verfolgt worden. Sie hatten zwar keine Bürgerrechte, die Herrschenden schützten sie aber, weil sie mit hohen Steuern am Zinswucher der Juden verdienten.
  • Durch das Nehmen hoher Zinsen waren die Juden bei vielen Menschen sehr unbeliebt. In den Kreuzzugspredigten wurde immer wieder von Jerusalem, Christus und den Mörder Christi gesprochen. Viele stellten sich die Frage: warum nach Jerusalem ziehen und dort die Feinde Christi töten, wenn sie (Juden) ja schon in den Städten auf dem Weg dorthin lebten.
  • Folge: Tausendfacher Mord an Juden in Frankreich, im Rheinland und Prag. Erst in Ungarn wurden die mordenden und plündernden Haufen von König Koloman (1095-1116) gestoppt.

Antijüdische Wunschvorstellung: Miniatur (um 1185) aus dem "Hortus delicarum" von Herrad, der Äbtissin von Hohenburg (Elsaß). Der Werk war als Belehrungs- und Erziehungsfibel für die Nonnen des Klosters gedacht.

   



Der Zug nach Jerusalem

Die Kreuzfahrerstaaten

Ritterorden

 
Auf einer ca. 700 m hohen Bergkuppel im Süden des heutigen Syriens erhebt sich der mächtige Crac des Chevaliers (12.Jh.), die berühmteste Kreuzfahrerburg im Heiligen Land.  

 

 

3. Die späteren Kreuzzüge

Zur Themenübersicht

 

Der 2. Kreuzzug (1147-1149)

Der 3. Kreuzzug (1189-1192)

Der 4. Kreuzzug (1202-1204)

Die letzten Kreuzzüge

 

4. Literaturhinweise

Zur Themenübersicht

ENDE

Stand: 26.05.2003