1. Einleitung
1.1 Quellen
1.2 Literatur
2. Sammlung der Belege
2.1 Vorgehehensweise
2.2 Kriterien für die Aufnahme
in die Datenbank
2.3 Aufbau der Datenbank
2.3.1 Nummer
2.3.2 Namensgebung
2.3.3 Identität der Personen
2.3.4 Jahresangabe
2.3.5 Inhalt
2.3.6 Quellen- und Literaturangabe
3. Form der Arbeit
3.1 Einteilung nach "Wertigkeit"
3.2 Kriterien für die Vergabe eines
Artikels
3.3 Kriterien für die Einarbeitung
3.3.1 Kriterium "Quantität"
3.3.2 Kriterium "Bedeutung"
3.3.3 Kriterium "Zeit"
3.3.4 Kriterium "Region"
3.3.5 Kriterium "Herkunft"
3.3.6 Wertigkeit der Kriterien
Beispiel"Aufnahme in einen Artikel":
Graf Heinrich von Monte Sant'Angelo
Beispiel "indirekte Behandlung":
Graf Alexander von Conversano
Beispiel "Nichtbehandlung": Bischof
Arnald von Chieti
3.4 Aufbau eines Artikels
4. Anhang
4.1 Quellen- und Literaturverzeichnis
4.2 Abkürzungsverzeichnis
4.3 Register
4.4 Genealogien
4.5 Karten
4.6 Zeittafel
4.7 Anmerkungen
1. EINLEITUNG |
Die vorliegende Arbeit behandelt methodische Fragen, die bei der Sammlung und
Verarbeitung für eine Prosopographie auftauchen. Ziel ist es, Klarheit
für das Ausarbeiten dieser Arbeit zu erhalten.
Neben allgemeiner Eingrenzung des Themas soll im speziellen auf folgende Fragen
zur Methodik eingegangen werden:
Nach welchen Kriterien erfolgt die Sammlung der Ereignisse? Welche Darstellungsform
ist am geeignetsten angesichts der Masse an Information? Was sind die Kriterien
für die Aufnahme einer Person in die Prosopographie?
Es ist Absicht eine Prosopographie der Normannen in Süditalien im 11. Jahrhundert zu schreiben unter Herausarbeitung gemeinsamer Eigenschaften wie Herkunft, Titel bzw. Stand, die als Grundlage für das Erfassen der normannischen Eroberer in dieser Zeit dienen soll. Wichtig dabei ist die sichere Identifizierung einer Person. Dabei wird besonderen Wert auf die praktische Benutzung gelegt. Es soll ein schneller, informativer und wissenschaftlicher Zugang zu den Personen der Zeit geschaffen werden. Dies schlägt sich u.a. in einer gewissen Eindeutschung der Namen nieder.1 Die Masse an Informationen zwingt zur Eingrenzung des Themas.
Der zeitliche Anfang ist durch den Beginn des Auftauchens der Normannen um 1000 vorgegeben. Als Schluß erscheint das Ende des 11. Jahrhunderts sinnvoll. Es ist die Zeit, in der die erste Generation der normannischen Eroberer starb: Robert Guiskard 1085, Petrus von Lesina nach 1086, Gottfried von Conversano 1101 (?), Heinrich von Monte Sant'Angelo 1103 (?). Ihre Herrschaft ging, nach der Eroberung der letzten byzantinischen Bastion (Bari 1073) in eine Phase der Konsolidierung über.
Die räumliche Eingrenzung umfaßt nur Süditalien südlich einer gedachten Linie von Terracina bis Termoli, d.h. die normannischen Herrschaften Apulien und Kalabrien. Ausgenommen bleibt Sizilien. Die Eroberung Siziliens, die von den Normannen ausging, bleibt aus Platzgründen unberücksichtigt. Dennoch lassen sich Überschneidungen nicht vermeiden. Mancher Normanne, wie Robert Guiskard, ist auch in Sizilien aktiv gewesen.
1.1 QUELLEN |
Die Quellenlage zum Thema ist befriedigend. Erzählende Quellen, Chroniken
und Urkunden sind am geeignetsten für die Aufgabenstellung.
Der Wert einer Quellen richtet sich, neben der Zuverlässigkeit, vor allem
nach der Gewohnheit der Autoren, Namen mit Ereignissen zu verbinden. Im besonderen
Maße ist dies bei Urkunden der Fall. In ihnen findet sich nicht nur der
Aussteller namentlich erwähnt, sondern oft auch der Empfänger, so
es sich um Personen handelt. Zeugenreihen sind ein weiterer wertvoller Abschnitt
der Urkunde für Namen.
Wichtige edierte Urkunden kommen aus den Abteien SS. Trinità in Venosa
und S. Maria auf Tremiti.
Hinsichtlich der erzählenden Quellen sind vor allem Amatus von Montecassino,
Wilhelm von Apulien und Gottfried Malaterra zu nennen.
Amatus von Montecassinos Werk "Geschichte der Normannen"2 hat sich als das ergiebigste3 Werk herausgestellt. Es wurde von dem langobardischen Mönch Amatus zwischen 1073 und 1080 geschrieben. Er zeigt sich gut unterrichtet in dem Spannungsdreieck Langobarden, Byzantiner und Normannen. Amatus hat sein Werk im Auftrag Abt Desiderius von Montecassino geschrieben, was eine gewisse Tendenz nahelegt. Seine erklärte Absicht ist es, die ruhmreichen Taten der Normannen Robert Guiskard und Richard von Capua zu erzählen. Über innernormannische Machtkämpfe berichtet Amatus einseitig: grundsätzlich sind die aufständischen Grafen im Unrecht und Herzog Robert Guiskard das angegriffene "Opfer". Trotz dieser Tendenz zur normannischen Führung lassen sich gegen den Kern seiner Erzählung keine schwerwiegenden Einwände vorbringen. Er gilt zu Recht als die wichtigste Quelle für die Frühzeit der normannischen Eroberung (bis 1080).
Auch Wilhelm von Apuliens Werk über die Taten Robert Guiskards4 behandelt den Zeitraum von der Ankunft der Normannen, die Wilhelm auf das Jahr 1017 legt, bis zum Tod Robert Guiskards 1085. Er schrieb es von 1095 bis 1099 auf Veranlassung Papst Urbans II. Sein Absicht ist es, das Haus Hauteville und vor allem die Taten Robert Guiskards zu verherrlichen. Die gottgewollte Ablösung der byzantinischen Herrschaft in Süditalien durch die Normannen ist seine zentrale These. Für die Schilderung der Frühzeit ist Wilhelm von Apulien nicht immer zuverlässig. Dennoch bietet er für die zweite Hälfte des 11. Jh., was die Ereignisse in Apulien und Kalabrien anbelangt, eine wichtige Ergänzung und Bestätigung der Schilderungen Amatus von Montecassino.
Als dritte zentrale erzählerische Quelle ist das Werk Gottfried Malaterras über die Geschichte Siziliens5 zu nennen. Gottfried war Benediktinermönch im Kloster S. Agata di Catania und schrieb im Auftrag Rogers I. um 1100 über die Eroberung Siziliens und Süditaliens. Auch seine Absicht ist es, die Taten eines Hautevilles, in diesem Fall Rogers, zu preisen. Der erste Teil bis 1060 ist recht ungenau, für die Zeit nach 1060 wird seine Schilderung vertrauenswürdiger. Er berichtet dann sehr detailliert über die Eroberung von Kalabrien und Sizilien, eher summarisch über die Apuliens. Für Rogers sizilianische Kriegszüge ist er die wichtigste Quelle, was aber das Thema der Arbeit nur am Rande streift.
Ähnlich ergiebig wie Amatus von Montecassino ist die Chronik des Klosters Montecassino.6 Sie liefert in ihrer ersten Redaktion unter Leo von Ostia einen sehr brauchbaren, wenn auch unvollständigen, Bericht über die ersten Normannen, die der Hauptlinie des Amatus nicht widerspricht.
1.2 LITERATUR |
Die Informationen zu den einzelnen Personen ergeben sich fast ausschließlich
aus Quellen. Sehr viele Ereignisse im Süditalien des 11. Jh. sind im wesentlichen
nicht umstritten, da sich die Quellen oft ergänzen, bestätigen und
nur gelegentlich widersprechen.
Der größte Teil der modernen Forschung über dieses Thema ist
nicht in großen Monographien angelegt, sondern in vielen wissenschaftlichen
Aufsätzen, die nur z.T. personengeschichtliche Fragestellungen behandeln.
Sie liefern als ganzes einen wichtigen Beitrag, v.a. bei widersprüchlichen
oder fehlenden Aussagen der Quellen.
Das Standardwerk ist immer noch Chalandons "Histoire de la domination normande
en Italie et en Sicilie" von 1907. Seine Gesamttendenz ist umstritten.
Sie läuft darauf hinaus, daß die Entwicklung der Geschichte von der
normannischen Eroberung Süditaliens zwangsläufig in das sizilianische
Königreich Rogers II. münden mußte. Chalandon folgt in seiner
Darstellung der Ereignisse im wesentlichen Amatus, d.h. er neigt dazu, Aufstände
gegen die Herrschaft Robert Guiskard tendenziell als unrechtmäßige
Rebellion zu werten.
Herauszuheben bei den Monographien ist noch Wolfgang Jahns "Untersuchungen
zur normannischen Herrschaft in Süditalien", der anschaulich den Wandel
vom normannischen Söldnerdasein zur Herrschaft in Süditalien darstellt.
Details zu Eroberungstaktik, Herrschaftsstrukturen und ausgewählte Beispiele
dieser Herrschaft bildeten ein hilfreiches Element für meine Arbeit.
Von den unzähligen Artikeln zur Normannengeschichte sind v.a. die von H.
Houben, H. Hofmann, T. Leccisotti, L.-R. Ménager und Taviani-Carozzi
zu nennen, die z.T. noch nicht edierte Quellen erfaßt haben.
2. SAMMLUNG DER BELEGE |
2.1 VORGEHEHENSWEISE |
Im Idealfall ergibt jede Handlung bzw. Ereignis und die Nennung eines oder mehrerer Namen ein Beleg. Dieser schlägt sich in einem Datensatz in einer Datenbank nieder.
Prinzip:1 Beleg = 1 Datensatz
Wenn mehrere Namen genannt werden, so erhält jede Personen eine vollständige
Kopie des Eintrages. Damit ist der Vorgang bei jeder genannten Person komplett
aufgeführt.
Problematisch wird es, wenn von Ereignissen berichtet wird, aber keine Namen
erwähnt werden. Wird der Titel des Handelnden genannt, so läßt
sich unter Umständen dennoch ein vollständiger Beleg erstellen. Wenn
aber nur von den Normannen die Rede ist, so hat man nachfolgende Möglichkeiten:
2.2 KRITERIEN FÜR DIE AUFNAHME IN DIE DATENBANK |
Ein Ereignis muß eindeutig mit einem oder mehreren Namen verbunden sein.
Aufgenommen werden alle Personen, die vorkommen, wenn sie sich innerhalb der
zeitlichen und räumlichen Grenzen befinden. Herkunft und Stand sind keine
Voraussetzungen auf die Aufnahme. Normannen oder Langobarden, die am Anfang
des 12.Jh. aktiv waren und deren Eltern im 11.Jh. lebten, werden genauso in
die Datenbank aufgenommen wie Normannen, die im 11. Jh. hauptsächlich an
der Eroberung Siziliens teilnahmen.
Räumliche und zeitliche Grenzen werden für die Sammlung großzügig
ausgedehnt.
Somit sind die einzigen Voraussetzungen ein klarer oder zu klärender
Name in Verbindung mit einem Ereignis!
2.3 AUFBAU DER DATENBANK |
Der Aufbau eines Datensatzes und damit der Datenbank ergibt sich aus den relevanten
Daten.
Ein Datensatz besteht aus zwei Teilen:
1. unveränderliche Daten: Nummer, Name, Titel, Herkunft, Rang7
2. veränderliche Daten: Ereignis, Quellen, Literatur, Druck8
Im Einzelnen heißt dies:
Jede eindeutig identifizierte Person9 erhält eine feste Nummer, die sich aus technischen Gründen nach der Reihenfolge des Erfassen richtet.
Da die späteren Artikel alphabetisch nach dem Namen sortiert werden, ist
die sichere Zuordnung und Vereinheitlichung des Namens von besonderer Bedeutung.
Die Namen im 11. Jh. bestehen meist aus Vor- und Nachnamen. Dieser Nachname
richtet sich oft nach dem wichtigsten Ort im Herrschaftsgebiet des Betroffenen,
z.B. Gottfried von Tarent, Heinrich von Monte Sant'Angelo etc. Diese Form ist
die am häufigsten vorkommende. Seltener ist der Beiname, der sich aus einer
Eigenschaft ableitet wie Robert Guiskard (der Schlaue, der Gerissene) oder der
die Herkunftsgegend bezeichnet (Wilhelm von Apulien).
Ein Grundproblem der Vereinheitlichung von Namen besteht in der unterschiedlichen
Schreibweise, die die Quellen verwenden.
Die praktikabelste Lösung ist das Zurückgreifen auf die in den Quellen
am häufigsten vorkommende Form zu sein. Dabei wird grundsätzlich nicht
der lateinische Nominativ verwendet, sondern der deutsche: statt "Adalpertus"
-> "Adalbert". Dieses Beispiel zeigt gleich den zweiten Grundsatz
der Namensverwendung, die Eindeutschung oder Normalisierung, d.h. die Namen
werden in einer allgemein im deutschen Sprachgebrauch üblichen Form gebracht.
So wird aus "Gosfridus" -> "Gottfried".
Namen, die kein deutsches Äquivalent haben, bleiben in der am häufigsten
vorkommenden Form: z.B. "Serlo".
Ähnliches gilt auch für die Bestandteile des Nachnamens, die ebenfalls
eingedeutscht werden, z.B. "von Hauteville" statt "de Hauteville".
Damit die unterschiedliche Namensgebung in den Quellen nicht dieser Vereinheitlichung
zum Opfer fällt, werden die wichtigsten Formen, vor allem die "exotischen"
im Artikeltext verarbeitet.
Als Sortierkriterium für die Datensätze, wie auch später für
die Artikel, habe ich den Vornamen gewählt. Das erscheint mir für
die praktische Benutzung des Werkes am unkompliziertesten zu sein.
Alternativen wie die Sortierung der Artikel nach Familien, Verwandten, Orten
bzw. Regionen lehne ich für eine Prosopographie als unbrauchbar ab. Es
ist manchmal sehr schwierig Personen, die eine verwandtschaftliche Beziehung
zu einander haben, eine eindeutige Zuordnung zu geben. Ein Beispiel dafür
ist Gaitelgrima die Tochter Waimars IV. von Salerno. Sie war in erster Ehe mit
Drogo von Hauteville, in zweiter Ehe mit Robert von Monte Sant'Angelo und in
dritter Ehe mit einem gewissen Alfred verheiratet. Sie hat vier Kinder aus zweiter
und eins aus dritter Ehe. Welcher Familie soll Gaitelgrima und ihre Kinder zugeordnet
werden? Somit ist die neutrale Sortierung nach den Vornamen am einfachsten.
Auch Orte oder Regionen bieten sich als Sortierkriterium nicht an, da viele
Grafen Herren über mehrere, zum Teil gleichrangige Orte, sein können,
wie z.B. Petrus von Trani (Graf von Andria, Graf von Trani).
Grundvoraussetzung für die klare Zuordnung zweier verschiedener Ereignisse
zu einer Person ist, daß es sich sicher um ein und dieselbe Person handelt.
Was gibt diese Sicherheit, wodurch kann sie erreicht werden?
Gleiche oder ähnliche Schreibweise des gesamten Namens ist das wichtigste
Kriterium für eine klare Identität wobei Vor- und Nachname dazugehören.
Darüber hinaus sollte der zeitliche Aktionsradius dieser Person im wahrscheinlichen
Bereich liegen. Jarnut10
begrenzt das quellenmäßig bezeugte Auftreten einer Person auf 40
Jahre.
Es ist sinnvoll die Verhältnismäßigkeit von Ereignissen, an
der jemand teilnahm, und die Zeit zu berücksichtigen. Aber warum 40 Jahre?
Ein feste Größe erscheint mir unpraktisch.
Wichtiger sind die Kriterien, die eine wahrscheinlich sichere Identität
erfüllen: Neben ähnlichem Namen sind dies:
Natürlich müssen nicht alle Kriterien zutreffen um von einer "Person X" zu sprechen, aber sie sind ein wichtige Hilfsmittel für eine exakte Personenbestimmung.
So lange nicht eindeutig klar ist, daß es sich bei einzelnen Namensnennungen um eine Person handelt, werden sie weiter getrennt behandelt, wobei jedoch bei beiden auf die Möglichkeit der Identität hingewiesen wird.
Die verschiedenen Quellen liefern z.T. sehr unterschiedliche Jahresangaben
in ihren Schilderungen der Ereignisse. Oft erwähnen sie kein Datum, manchmal
ein falsches und dann auch wieder ein zutreffendes. In der Rubrik Jahresangabe
wird auf diesen Sachverhalt eingegangen. Steht eine Jahreszahl ohne Zusätze,
so kann man diese Jahreszahl relativ sicher übernehmen: sie stammt von
einer überprüften Quellen oder vom bearbeitenden Historiker und ist
nach Stand der Forschung zuverlässig.
Steht ein Fragezeichen hinter der Zahl, so ist diese Angabe nicht unbedingt
sicher aber wahrscheinlich. Hierbei kann es sein, daß der Kontext eine
bestimmte Jahresangabe nahe legt oder anhand von Datumsangabe einer anderen
Quelle diese Zahl wahrscheinlich macht.
Belege, die sich zeitlich nicht zuordnen lassen, werden ohne Jahresangabe nur
mit einem Fragezeichen versehen.
Im Feld "Inhalt" werden alle wichtigen Informationen eines Beleges
gesammelt, wobei besonderen Wert auf exakte Zuordnung zur Quelle gelegt wird.
Unterschiedliche Schreibweise der Namen finden hier genauso ihre Berücksichtigung
wie passende Quellenzitate.
Kommentare und Übersetzungsanmerkungen zu unklaren Stellen oder Übersetzungsproblemen
werden in Klammern dazugeschrieben, um auch später gleich zu diesen Stellen
zu kommen und das Wesentliche des Problems zu erfassen.
Selbstverständlicher Bestand eines Beleges sind die exakten Angaben zur benutzten Quellen und/oder Literatur.
3. FORM DER ARBEIT |
3.1 EINTEILUNG NACH "WERTIGKEIT" |
Nach der Phase des Sammelns von Personen und Ereignissen ist es notwendig die
Masse der Information zu gewichten und nach ihrem "Wert" einzuteilen.
Die ungeheure Menge an Personen (Stand April 2001: 718) verbietet es, jeder
Person einen eigenen Artikel zu geben. Aus diesem Grund sollen Personen "minderer
Bedeutung" nur indirekt behandelt werden, d.h. sie tauchen im entsprechenden
Zusammenhang in einem anderen Artikel auf. Über das Register sind solche
Personen in Artikeln anderer Personen auffindbar.
3.2 KRITERIEN FÜR DIE VERGABE EINES ARTIKELS |
Eine sichere Aufnahme in einen Artikel erfahren diejenigen, die auf Grund ihres
politischen und gesellschaftlichen Ranges eine besondere Bedeutung zukommt,
wie z.B. Herzog Robert Guiskard.
Keinen eigenen Artikel erhalten Personen, deren Bedeutung, nach unserem heutigen
Ermessen, gering war, wenn sie z.B. nur ein einziges Mal in einer Urkunde als
Zeuge auftauchen, deren Kontext mit den Normannen nichts zu tun hat.
Diese beiden Extreme sind eindeutig; die meisten Personen bewegen sich jedoch
zwischen diesen Polen. Deshalb war es notwendig eine genauere Definition für
ihre "Wertigkeit" einzuführen, den "Rang". Zu diesem
Zweck habe ich einen Nummerncode zusammengestellt:
| 1 | wird sicher in einem eigenen Artikel behandelt |
| 2 | erhält relativ sicher einen eigenen Artikel |
| 3 | erhält zwar ein eigener Artikel, es muß aber überprüft werden, ob eine indirekte Erwähnung nicht ausreicht |
| 4 | wir nur indirekt behandelt, es muß aber überprüft werden, ob ein diese Person nicht doch einen Artikel erhält |
| 5 | klare indirekte Erwähnung |
| 6 | wird relativ sicher nur indirekt behandelt, es ist aber zu überprüfen, ob das erwähnen nicht gestrichen werden kann |
| 7 | wird ziemlich sicher nicht erwähnt, es muß aber überprüft werden, ob nicht doch eine Erwähnung stattfinden soll |
| 8 | wird relativ sicher nicht erwähnt |
| 9 | wird sicher nicht erwähnt |
Die Ränge 3, 4, 6 und 7 sind Grenzränge, d.h. es muß hier überprüft werden, ob eine Person eventuell in die benachbarte Kategorie auf- oder absteigt. Durch eine entsprechende Abfrage lassen sich diese Personen schnell finden und erneut überprüfen.
Die Einteilung, in welcher Form eine Person behandelt wird, erfolgt ebenfalls nach festgelegten Kriterien.
3.3 KRITERIEN FÜR DIE EINARBEITUNG |
Da der Umfang dieser Prosopographie nicht ins Uferlose wachsen soll, muß
es sowohl eine Auswahl der zu behandelnden Informationen als auch eine Art Zusammenfassung
der Personen geben.
Jede gefundene Information einzuarbeiten, ist aus Platzgründen unsinnig.
Deshalb erfolgt eine inhaltliche Zusammenfassung bestimmter Bereiche: z.B. können
nicht alle Urkunden Robert Guiskard behandelt werden. Es ist nicht Aufgabe dieser
Prosopographie eine verkappte Regestensammlung zu sein. Durch die Angaben im
Bereich Quellen und Literatur11
soll aber ein schneller Zugang zu diesem Bereich ermöglicht werden.
Grundsätzlich gilt, daß das Erfüllen eines einzigen Kriteriums
nicht für die Vergabe eines eigenenn Artikels ausreicht. Im Idealfall sollten
alle Kriterien erfüllt werden.
Ein Kriterium für die Aufnahme in einen Artikel ist die Menge der gefundenen
Belege.
Je mehr Informationen vorliegen, desto höher die Wahrscheinlichkeit für
einen eigenen Artikel.
Quantität als alleiniges Kriterium reicht nicht aus; nur in Verbindung
mit den anderen Kriterien kommt man zu einer Aussage über diese Person
in einem Artikel.
Quantität ist ein somit schwaches bzw. indirektes Kriterium. Viele können
zu einem Artikel führen, wenige Belege schließen einen Artikel aber
nicht aus.
Aussagekräftiger als die Anzahl der Informationen ist die eingeschätzte Bedeutung dieser Person. Einem Herzog oder Grafen kommt mit Sicherheit eine höhere Bedeutung zu als einem ansonsten unbekannten Zeugen einer Urkunde, von dem wir auch sonst nichts wissen. In der Regel sind wichtige Persönlichkeiten auch besser belegt als "einfache" Menschen.
Was aber macht eine Person "bedeutend"? Ist dies nicht ein Kriterium,
daß sehr subjektiv verteilt werden kann?
Ja und Nein. Führende Normannen wie Herzog Robert Guiskard oder sein Bruder
Roger haben für ganz Süditalien wichtige Impulse im politischen, materiellen
und sozialen Bereich gegeben. Ihre Bedeutung ist unumstritten. Ähnliches
gilt auch für die "zweite Reihe" der Normannen wie dem Grafen
Heinrich von Monte Sant'Angelo oder Graf Petrus von Trani. Ihr Wirkungsbereich
beschränkt sich jedoch zum großen Teil auf ihr Herrschaftsgebiet.
Hier ist ihre Bedeutung ähnlich hoch anzusiedeln wie die Robert Guiskard
auf Süditalien. Diese Fälle sind einfach zu bewerten, schwieriger
wird es z.B. mit den Untervasallen der Grafen oder den Ehefrauen. Auch hier
gilt: wenn eine Person aktiv in einem bestimmten Gebiet mitgestaltet hat, so
hat er oder sie, eine wie auch immer eingeschränkte Bedeutung in diesem
Herrschaftsbereich. Ein aktive Mitgestaltung äußert sich beispielsweise
in Schenkungen, Urteilen oder an der Teilnahme von wichtigen Versammlungen weltlicher
oder geistlicher Herren.
Die Ehefrau eines mächtigen Adeligen wird nicht automatisch in einem Artikel
behandelt. Es ist in einer Prosopographie kaum erfaßbar, welchen Einfluß
sie auf ihren Mann hatte. Urkunden sind oft der einzige Hinweise auf ihre Mitgestaltung,
auch wenn sie in zweiter Linie z.B. als Stifterin erwähnt wurde.
Letztendlich ist es natürlich Ermessensfrage, welcher Person man welchen
Rang zuordnet. Die anderen Kriterien helfen allerdings bei dieser Entscheidung.
Eine Besonderheit bildet die Geistlichkeit Süditaliens.
Der meiste Teil der erzählenden Quellen stammt aus dem geistlichen Bereich.
Die Chronik von Montecassino ist sowohl eine geistliche Auftragsarbeit als auch
von Mönchen geschrieben. So erscheint es nur natürlich, daß
viele Namen von Bischöfe, Äbten etc. genannt werden, zumal es im 11.Jh.
in Süditalien sehr viele Bistümer und Abteien gab.
Grundsätzlich gilt, daß ein Abt oder Bischof, egal ob er Normanne
oder Langobarde ist, nur dann aufgenommen wird, wenn er in direkter Verbindung
mit Normannen stand. Beispiel: Die Erwähnung eines Abtes als Empfänger
einer Schenkung, die ein langobardischen Graf veranlaßt hat, reicht weder
aus ihm einen eigenen Artikel zu geben, noch ihn indirekt zu erwähnen.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den weltlichen Normannen!
Der zeitliche Rahmen der Arbeit umfaßt im wesentlichen das 11. Jahrhundert.
Personen, deren Belege überwiegend im 11. Jahrhundert zu finden sind, erfüllen
dieses Kriterium problemlos. Sollte aber der Belegzeitraum sehr gegen 1100 oder
darüber hinaus tendieren, so kann es sein, daß eine ansonsten gut
dokumentierte Person wie Alexander von Conversano oder Alexander von Senis,
nicht in einen Artikel aufgenommen werden, sondern nur indirekt erwähnt
werden. Bei Personen minderer Bedeutung besteht sogar die Möglichkeit,
daß sie überhaupt nicht erwähnt werden, wenn ihre Belegzeit
um 1100 erst anfängt.
Bei diesem Kriterium handelt es sich, im Gegensatz zum Kriterium "Quantität"
um ein Ausschlußkriterium, d.h. Personen, die erst für die Zeit nach
1100 belegt sind, erhalten günstigstenfalls eine Erwähnung als "Sohn
oder Tochter von ..." und dies auch nur um der genealogischen Vollständigkeit
halber.
Die in Kap. 1 festgelegte geographische Abgrenzung bedeutet in diesem Zusammenhang,
daß der Hauptwirkungsraum einer Person in dieser Region sein muß.
Es gibt aber immer wieder Überschneidungen zwischen Aktivitäten in
Süditalien und Sizilien, weil ein Großteil der normannischen Eroberer
aus Süditalien kamen.
Auch hier gilt: Ist eine Person hauptsächlich im Rahmen der Eroberung Siziliens
belegt, so kann sie günstigstenfalls indirekt erwähnt werden, wenn
sie mindestens einmal für Apulien oder Kalabrien belegt ist und zusätzlich
weitere Kriterien erfüllt.
Durch andere Kriterien kann es allerdings sein, daß eine "sizilianische"
Person soweit aufgewertet wird, daß sie einen eigenen Artikel erhält.
Roger I. z.B. begann sein "Karriere" mit der Fortsetzung der Eroberung
Kalabriens bevor er 1060 an die Eroberung Siziliens ging wo sein Hauptwirkungsgebiet
lag.
Da die Arbeit als "Prosopographie der Normannen in Süditalien im 11. Jahrhundert" konzipiert ist, werden natürlich in erster Linie Normannen behandelt. Da diese, vor allem in der ersten Hälfte des 11. Jh., nur begrenzte Bedeutung für Süditalien hatten, werden die nichtnormannischen Herrschaftsträger mit einbezogen. Mit anderen Worten: die Normannen agierten nicht im luftleeren Raum, sondern setzten sich zunehmend heftiger mit den dort wohnenden Langobarden und Byzantinern auseinander. Da sie zuerst Söldner im Dienst langobardischer Herren waren, müssen diese natürlich, wenn auch eingeschränkt, behandelt werden. Langobarden und Byzantinern waren gleichermaßen Verbündete und v.a. später Gegner der Normannen, so daß es notwendig ist, sie im Zusammenhang mit der normannischen Eroberung Süditaliens zu behandeln. Und damit zeigen sie auch gleich die Grenzen für die Aufnahme über das Kriterium "Herkunft". Ein Langobarde, wie Bernardus von Valva, der zwar aktiv an der Gestaltung einer Region mitarbeitet, aber keinen nachweisbaren Kontakt zu den Normannen hatte und auch sonst anscheinend nicht zur langobardischen Führungsspitze gehörte, bleibt in der Arbeit unberücksichtigt. Für Nicht-Normannen ist also der Zusammenhang mit den Normannen entscheidend.
Es gibt kein Kriterium, daß allein ausreicht, eine Person in die Arbeit
aufzunehmen.
Bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Prosopographie müssen
mehrere Kriterien zutreffen. Manche Merkmale haben dabei eine andere Gewichtigkeit
als andere.
Zwei Kriterien führen bei Nichterfüllung praktisch zum Ausschluß:
Region und Herkunft. Wer weder in den zeitlichen noch in den geographische Rahmen
paßt, findet keine Aufnahme.
Beim Kriterium "Quantität" ist dies nicht der Fall, weil eine
geringe Anzahl von Belegen kein Hinweis auf mangelnde Wichtigkeit geben muß.
Einen hohen Stellenwert haben "Bedeutung" und "Herkunft":
Sie dienen als Grundlage, wo andere Kriterien dann zusätzlich Klarheit
bringen, ob es zu einer Aufnahme kommt oder nicht.
Drei Beispiele mögen das Zusammenspiel der verschieden Kriterien verdeutlichen.
Über Heinrich von Monte Sant'Angelo liegen derzeit über 20 Belege
vor. Als Graf des Herrschaftsbezirkes Monte Sant'Angelo (ungefähr das heutige
Promontorio del Gargano) gehört er zur normannischen Führungsschicht.
Der Belegzeitraum umfaßt die Jahre 1078 -1103 mit Schwerpunkt in den 80er
und Anfang der 90er Jahre. Seine Herkunft als Normanne ist unbestritten.
Damit sind alle Kriterien positiv erfüllt, Heinrich von Monte Sant'Angelo
wird in einem eigenen Artikel behandelt.
Alexander war der Sohn Graf Gottfrieds von Conversano. Über ihn gibt es
bislang 3 Belege. Zweimal sind er, sein Vater und seine Brüder Zeugen Urkunden
Herzog Rogers. Beim dritten Mal sind Alexander und seine Brüder Mitaussteller
einer gefälschten Urkunde Graf Gottfried an das Kloster S. Maria in Banzi.
Seine Bedeutung läßt sich schwer einschätzen, da er jeweils
nur mitgenannt wird, dürfte aber für unsere Zeit eher gering gewesen
sein. Der Belegzeitraum Alexanders umfaßt die Jahre 1089, 1090 und 1100.
Er wird immer nur in Verbindung mit seinem Vater genannt, was diesen zur wesentlichen
Person dieser Belege macht. Die Kriterien Region und Herkunft sind eindeutig
erfüllt: Alexander ist Normanne, Conversano liegt im Südosten Apuliens.
Alexander von Conversano erfüllt damit nur z.T. die notwendigen Kriterien
für die Aufnahme in die Arbeit. Nur die Merkmale "Region" und
"Herkunft" sprechen eindeutig für eine Behandlung.
Die zeitliche Randlage und die hohe Bedeutung seines Vaters sind aber ausschlaggebend
dafür, daß er zwar keinen eigenen Artikel erhält, aber indirekt
erwähnt wird. Im Register wird auf den Artikel Gottfrieds von Conversano
verwiesen, wo Alexander als dessen Sohn behandelt wird.
Über Bischof Arnald von Chieti gibt es nur sehr wenige Belege. Er ist
um 1040 als Bischof bezeugt und war zuvor Abt in S. Giovanni in Venere. Sein
Wirkungsraum liegt daher außerhalb der behandelten Region. Seine Herkunft
dürfte langobardisch gewesen sein.
Somit spricht nur die "Zeit" für ihn. Wenige Belege, eine vermutlich
geringe Bedeutung in unserem Zusammenhang, keine bekannten Kontakte zu den Normannen
und ein Wirkungsgebiet deutlich nördlich der Linie Terracina - Termoli
sprechen für eine Nichtbehandlung in der Arbeit.
Seine Langobardische Herkunft und sein geistlicher Rang bestätigen diese
Entscheidung.
Nachdem durch diese Kriterien geklärt ist, wer welche Behandlung in der Prosopographie erfährt, müssen alle ausgewählten und gewichteten Belege nun in eine konkrete Form überführt werden.
3.4 AUFBAU EINES ARTIKELS |
Da alle Personen alphabetisch nach dem Vornamen sortiert werden, ist die Überschrift
der erste Teil eines Artikels. Die Auswahl des Namens soll in eingedeutschter
Form erfolgen.12
Direkt unterhalb des Namen als Artikelüberschrift folgen die wichtigste
Daten soweit sie bekannt sind: Titel, Geburtsjahr, Herrschaftszeitraum,
Todesjahr und evtl. Belegzeitraum.
Von einer Numerierung der Artikel wird Abstand genommen, da es keine zweideutigen
Namen gibt und somit auch kein Bedarf gleichnamige Person zu unterscheiden.
Nach dieser Kurzübersicht folgt der Block: Quellen- und Literaturangaben.
Mit diesen beiden Angaben soll man die wichtigsten Informationen über Quellen
und Literatur zu dieser Person erhalten wobei nicht alle gefundenen Quellen-
und Literaturstellen aufgeführt werden können, sondern nur die wichtigsten.
Somit ist es möglich, gezielt über diese Person weiterzuforschen.
Nach diesem Informationsblock zur Person, Quellen und Literatur folgt der eigentliche
Text des Artikels.
Anfangen sollte jeder Artikeltext mit den wesentlichen Verwandtschaftsverhältnissen
soweit bekannt, quasi als erste Einordnung der Person. Anschließend wird
in einem fortlaufenden Text die quellenmäßig erfaßbare Geschichte
erzählt. Dabei werden die verschiedenen Namensgebungen der unterschiedlichen
Quellen eingearbeitet, ebenso einzelne exemplarische Urkunden.
Die in Text angeführten Quellen- und Literaturbelege werden in aller Regel
in Kurztitel oder Abkürzungen dargestellt, die im Abkürzungsverzeichnis
aufgelistet sind. Der besseren Übersicht wegen, werden Kurztitel vor reinen
Abkürzungen bevorzugt, auch wenn sie etwas mehr Platz kosten. Beispiel:
"Wilh. v. Apul." oder nur "Wilhelm" statt "WvA",
oder "Amatus" statt "AM".
Der Abschluß des Textes bildet die Auseinandersetzung mit dem wahrscheinlichen
Todesjahr.
4. ANHANG |
Die Bestandteile des Anhangs sind: Quellen- und Literaturverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis, Register, Genealogien der wichtigsten Familien Süditaliens, Karten und eine Zeittafel.
Aufgeführt werden alle benutzten oder sonst im Zusammenhang mit der Arbeit stehenden Quellen und Literatur.
Im einzelnen Artikel wird aus Platzgründen viel mit Abkürzungen gearbeitet. Sowohl im Textblock 'Quellen und Literatur' als auch im Text selbst finden sich immer wieder Abkürzungen, die im Abkürzungsverzeichnis erklärt werden. Dazu gehören auch Kurztitel, wie: Amatus = Amatus von Montecassino, Storia de' Normanni.
Das Register ist das wichtigste Hilfsmittel für das Auffinden von Information
über eine Person, die nicht in einem eigenen Artikel behandelt wird. So
könnte der Eintrag über Alexander von Conversano lauten:
Alexander von Conversano -> Gottfried von Conversano, -> Hz. Roger I.
von Sizilien.
Dieses Register soll ein reines Personenregister sein. Ein Orts- und Sachregister
ist nicht geplant. Information über die wichtigsten Mitglieder einer der
wichtigen Familien Süditaliens lassen sich leicht über die entsprechende
Genealogie finden.
Die Sortierung des Personenregister folgt den gleichen Richtlinien wie die der
Artikel.
Als hilfreiches Instrumentarium für die Übersicht über die wichtigsten
Familien Süditaliens dient die entsprechende Genealogie. Im Gegensatz zu
vielen Genealogien, deren einzige Angabe zu einer Person nur der Name ist, soll
hier neben Namen auch Titel, Herrschaftsgebiet, Herrschaftszeit und /oder Todesjahr
erwähnt werden.
Damit soll bei Gleichnamigkeit von Väter und Söhnen Unterscheidungsmöglichkeiten
gegeben werden.
Da es für diese Epoche keine regionalen Karten gibt, sind eigene Karten
notwendig.
Die (selbst gezeichneten) Karten liefern einen Überblick über die
Vielzahl an Orten, die in der Arbeit behandelt werden. Einige dieser Orte gibt
es nicht mehr, andere trugen damals einen anderen Namen als heute.
Die wichtigsten Ereignisse der Zeit sollen in einer Zeittafel zusammengefasst werden. Sie dient als Überblick über die Epoche und sollen bei der Einordnung und dem Ablauf der Ereignisse helfen.
4.7 ANMERKUNGEN |
| 1 |
Mehr zu Vereinheitlichung und Eindeutschung der Namensgebung, siehe dort. |
| 2 |
Amatus von Montecassino, Storia de'Normanni volgarizzata in antico francese, hrsg.v. V. de Bartholomaeis, Rom 1935 (Fonti per la Storia d'Italia 76). |
| 3 |
Eine vorläufige Auswertung über die "Ergiebigkeit" der wichtigsten Quellen ergab folgendes Bild: Amatus von Montecassino 568 Datensätze, Malaterra 223, Wilhelm von Apulien 210 und überraschend die Chronik von Montecassino mit 479 Datensätzen. Die Anzahl der Datensätze sagt natürlich nicht viel über die Brauchbarkeit aus, aber sie gibt einen ersten Überblick über das Potential dieser Quelle. |
| 4 |
Wilhelm von Apulien, Gesta Roberti Wiscardi, hrsg.v. Marguerite Mathieu, Guillaume de Pouille, La Geste de Robert Guiscard, Palermo 1961 (Instituto Siciliano di Studi Bizantini e Neoellenici. Testi e monumenti 4). |
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Gottfried Malaterra, Historia Sicula (De rebus gestis Rogerii Calabriae et Siciliae Comitis et Roberti Guiscardi Ducis fratris eius), hrsg.v. E. Pontieri, Bologna 1928 (RIS Nuova ed. V,1). |
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Chronik von Montecassino, hrsg. V. Hartmut Hoffmann, MGH SS 34, Hannover 1980. |
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"Rang" bedeutet in diesem Zusammenhang die Wertigkeit für die Aufnahme in einen Artikel, die indirekte Erwähnung oder das Nichtbehandeln dieser Personen, siehe unten S. 10. |
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"Druck" bedeutet nur welche Datensätze seit dem letzten Ausdruck hinzugekommen sind. Damit ist es einfach herauszufinden, was als Ausdruck vorliegt und was nicht. |
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Über die sichere Identifikation einer Person, siehe dort. |
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J. Jarnut, Prosopographische Untersuchung über das Langobardenreich S. 23. |
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Über den Aufbau eines Artikels, siehe dort. |
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Über "Normalisierung" siehe dort. |